AIDS

steht für die englische Bezeichnung "Acquired Immune Deficieny Syndrome" (erworbenes Immunschwäschesyndrom). Das Immunsystem hat die Aufgabe, in den Körper eingedrungene Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze) zu bekämpfen. Ursache für Aids ist die Infektion mit

HIV

"Human Immunodeficiency Virus" (menschliches Immunschwäche-Virus). Von Aids spricht man, wenn bestimmte, zum Teil lebensbedrohliche Symptome auftreten, z. B. schwere Infektionskrankheiten und Tumore. HIV befällt die Helferzellen (CD4-/T4-Zellen) und vermehrt sich in ihnen. Die Helferzellen haben die wichtige Funktion, andere Zellen des Immunsystems bei der Abwehr von Krankheitserregern zu steuern. Wenn HIV in den Körper gelangt, kommt es zu einer Abwehrreaktion. Die hierbei gebildeten Antikörper können das Virus nicht aus dem Körper entfernen. HIV zerstört einen geringen Teil der befallenen Helferzellen direkt. Weitere, vor allem indirekte Mechanismen können zu eingeschränkten und fehlgesteuerten Abwehrreaktionen führen und so die Zahl der Helferzellen weiter verringern. Je weniger Helferzellen vorhanden sind, desto weniger ist das Immunsystem in der Lage, den Körper vor Krankheiten zu schützen. Bei fortgeschrittener Abwehrschwäche kann es zu lebensbedrohlichen (sogenannten opportunistischen) Infektionen, zu Allergien und zum Wachstum verschiedener Krebsarten führen.

Die HIV-Erkrankung ist nach wie vor nicht heilbar, aber wenn rechtzeitig eine antiretrovirale Therapie gegen HIV begonnen und diese konsequent weitergeführt wird, bestehen gute Chancen, über viele Jahre/Jahrzehnte mit HIV leben und eine schwere Immunschwäche verhindern zu können. Dazu müssen die antiretroviralen Medikamante allerdings wahrscheinlich lebenslang eingenommen werden.